Sein erstes Date

Der Große hat einen Freund. Seinen ersten, richtigen, selbst ausgesuchten Freund.

Bislang habe ich ihm seine Spielkameraden immer mehr oder weniger vorgesetzt. Da gibt es zum Beispiel mein Patenkind, welches er mehrmals die Woche sieht. Dann wäre da noch die Tochter einer ehemaligen Nachbarin. Und natürlich die Jungs und Mädels vom Pekip damals. Alles gut und schön, aber wohl nicht immer auf einer  Wellenlänge.

Letzten Sommer haben wir das große Los gezogen und einen der wenigen U3 Plätze im nahegelegenen Kindergarten bekommen. Was für ein Glücksgriff! Obwohl ich zunächst totunglücklich war, den damals kleinen Mann aus seiner Tagesmuttertraumumgebung heraus zu reißen, war es absolut die richtige Entscheidung. Wahrscheinlich eben weil er vorher mit 8 anderen Kindern in der Betreung war, hat er den Wechsel völlig problemlos gemeistert. Meine größte Sorge war, dass er in dem vom Kindergarten durchgeführten „offenen Konzept“ untergeht. Aber dank wunderbarer Erzieherinnen in allen 3 Gruppen war auch das überhaupt kein Problem. Ganz im Gegenteil. Gerade das offene Konzept hat ihm seinen ersten, besten Freund beschert. Emil (Name geändert, Anm.d.Red.) Die Beiden haben sich wohl einfach gesucht und gefunden und spielen Von Anfang bis Ende zusammen. Sie haben gleiche Interessen, werden mal zusammen zur Schule gehen und wohnen wirklich nur 100m Luftlinie voneinander entfernt.

Und gestern war es dann endlich so weit. Die Beiden haben sich zum ersten Mal verabredet. Der Mini und ich sind erstmal mitgegangen, schließlich weiß man ja nie, wie es außerhalb der gewohnten Umgebung so funktioniert. Und es war toll! Wir haben die Jungs gar nicht mehr bemerkt.So habe ich mich verabschiedet, bin mit dem Mini ne Runde spazieren gegangen und habe den Großen dann wieder abgeholt. Es war ganz schön schwer, ihn wieder nach Hause zu bekommen. Emils Mama war auch schwer begeistert und fragte gleich, ob die Jungs ab jetzt auch mal spontan oder am Wochenende zusammen spielen können. Ich freue mich riesig, dass das alles so gut klappt und habe auch schon die Idee, dass der Große ab Sommer einmal die Woche nach dem Kindergarten mit zu Emil geht. Das würde uns ganz schön helfen, wenn ich wieder arbeiten gehen muss.

Mein Lieblingszitat von gestern: „Komm, wir gehen zu meinem Papa. Mein Papa heißt Bernd… Hallo Papa. Das ist der Große. Das ist mein Kumpel.“

 

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