Zurück in den Job

Gestern habe ich mit dem Mini meine Kollegen auf der Arbeit besucht. das war zunächst ein ziemlich seltsames Gefühl. Ich bin in der Firma bereits seit 13 jahren angestellt und habe dort meistens gerne gearbeitet. Im Sommer, wenn der Mini 1 Jahr alt wird, werde ich in meinen Job zurückkehren. Ich hätte mir gut vorstellen können, noch ein Jahr zuhause zu bleiben und meine Jungs zu genießen. Leider sitzt das finanziell aber nicht drin. Immerhin werde ich nur auf eine halbe Stelle in den Job zurück kommen. Das macht den Wiedereinstieg deutlich leichter. Der Plan ist es, an 3 Tagen  in der Woche zu arbeiten. So kann ich morgens noch den Mini zur Tagesmutter bringen, während mein Mann den Großen in den Kindergarten bringt.

Bis gestern hat es mir richtig davor gegraust, wieder arbeiten gehen zu müssen. Aber der Besuch dort hat richtig gut getan. Meien Kollegen haben sich wirklich gefreut, den Mini und auch mich wieder zu sehen. Und ich war richtig froh, endlich mal wieder über andere Themen als Kinder sprechen zu können und habe den neuesten Klatsch und Tratsch förmlich in mich aufgesaugt. Auf der Rückfahrt im Auto habe ich alles nochmal Revue passieren lassen. Und nun bin ich mir sicher: ich freue mich auf den Job! Ich freue mich auf Unterhaltungen mit Erwachsenen ohne Kinder! Ich freue mich auf Mahlzeiten ohne Kinderpatschhände! Ich freue mich, dass meine Kinder die tollsten Betreuungsplätze der Welt ergattert haben, denn sonst könnte ich nicht arbeiten gehen.Und auch:

Ich freue mich, dass es nur 3 Tage sind und ich meine Kinder an 4 ganzen Tagen bei mir habe!

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Pekip und die Erstlingsmamis

Der Mini und ich gehen zum PEKIP. Der kleine Mann liebt es nackt zu spielen und die anderen Babys zu beobachten. Ich bin jedes Mal total glücklich, wenn ich ihn so zufrieden spielen sehe. Noch vor wenigen Wochen war das ganz anders. Die ersten Stunden dort haben den Mini total überfordert und wir mussten abrechen und eine Pause einlegen. 8 Wochen später haben wir in einem Kurs von vorne angefangen und nun haben wir beide richtig Spass! Meistens jedenfalls. Der Mini hat eigentlich immer Spaß. Aber ich bin manchmal ganz schön genervt. Etwa die Hälfte der Mütter dort sind Erstlingsmamis, also mit ihrem ersten Baby dort. Mir fällt immer wieder auf, wie untenspannt einigen von denen manchmal sind. Alle Kinder werden genau beobachtetund verglichen. Ständig fallen Kommentare wie „Meine hat eine tolle Körperspannung. Beim babyschwimmen kann sie schon alleine (mit Schwimmflügeln) schwimmen“, „Ich glaube, er wird eher laufen als krabbeln. Wenn man ihn hinstellt, macht er schon Schrittbewegungen“ und natürlich der Klassiker: „Meine schläft schon immer durch“. Ich finde es schade, dass die Mütter sich so unter Druck setzen. Und ich wundere mich auch, warum Kinder hingestellt werden, wenn sie weder robben, krabbeln, sitzen oder sonstwas können?

Ich frage mich, ob ich beim Großen auch so war? Ich hoffe nicht! Aber ich fürchte doch! 😉

 

Mir graust es vor Wochenenden

Seit unser Mini da  ist, kann ich Wochenenden nicht mehr ausstehen. Ich nehme an, das ändert sich, wenn er 1. älter ist und ich 2. wieder arbeiten gehe. Aber im Moment… Wochenenden gehen gar nicht.

Eigentlich sollte das Wochenende ja ein tolle Zeit sein. Man kann ausschlafen, vielleicht ganz langsam in den Tag starten, der Papa ist, wir können Oma besuchen und tolle Ausflüge machen. So die Theorie. In der Praxis sieht das bei uns ganz anders aus. Es fängt damit an, dass der Mini ausgerechnet am Wochenende um 6.30 Uhr ausgesachlafen ist. Sonst schläft er bis 8 Uhr. Wenn der Große morgens nicht gleich ein bißchen angetrieben wird (Zähne putzen, waschen, anziehen), hat er nach 9 Uhr keine Lust mehr dazu. Spätestens nachmittags bekommen 3 von 4 Familienmitgliedern einen Lagerkoller. Und das, obwohl wir vormittags je nach Wetter schon eine Runde spazieren gehen oder  einkaufen fahren oder ähnliches. Aber es ist halt nicht dasselbe wie mit 50 anderen Kindern im Kindergarten zu toben. Unsere Ausflüge sind auf wenige Stunden beschränkt, weil der Mini ein richtiges Sensibelchen ist. Er schläft einfach am liebsten und vor allem am besten in seinem eigenen Bett. Im Tragetuch schläft er gar nicht, im Kinderwagen wird er wach, sobald wir stehen bleiben. Und ein müdes Baby geht gar nicht! Außerdem kommt dazu, dass der Mini Menschenansammlungen ( ich spreche von 6 und mehr Personen!) und Trubel hasst; das kann ich sogar gut verstehen. Und dann die Sonntage… puh… was machen wir denn heute wieder? Der Mini möchte gerne seine Ruhe haben, der Große braucht Action. Ganz anstrengend wird es, wenn wir die Großeltern im Rheinland besuchen. Obwohl wir uns wirklich alle freuen,sie zu sehen, ist es einfach anstrengend. Das fängt beim packen an und endet wieder beim Schlafproblem des Mini. Von unserem Großen kennen wir das alles gar nicht. Den haben wir von Geburt an überall mit hingenommen: Zu Freunden, in den Biergarten, zum Grillen am See. Er hat einfach im Kinderwagen neben uns geschlafen oder die Welt entdeckt. Der Mini braucht neben seinem geliebten Bett auch einen geregelten Tagesablauf. Er kommt mit in den Kindergarten, hat feste Essenzeiten und jetzt auch fast feste Schlafzeiten, das hat er uns direkt nach der Entbindung deutlich klar gemacht. Schön ist, dass nun auch der Große feste Zeiten hat, automatisch angepasst an den Mini. Eigentlich fahren wir damit richtig gut! Nur eben nicht am Wochenende. dann bricht hier das Chaos aus.

Kleine Jungs werden groß

Der Große hat ein paar Wochen vor der Geburt des Mini ein großes Bett bekommen und dieses gleich akzeptiert. Dann kam eine Phase, in der er nur in unserem Bett schlief. Nun schläft er wieder in seinem großen Bett und wir kuscheln vorher zusammen darin. bisher lief das so ab: Der Große schlüpft in seinen geliebten Schlafsack und ich muss an der kalten Wand liegen. Dabei habe ich mir letzte Woche irgendwann richtig Zug geholt und konnte zwei Tage vor lauter Rückenschmerzen kaum den Mini halten. Also beschloss ich: passend zum Bett muss eine Bettdecke für große Jungs her. Da darf man dann auch ruhig mal ein bißchen eigennützig sein! ich schnappte mir den kleinen Mann und weihte ihn in meinen Plan ein. Er fand ihn super und fragte nach kurzer Überlegung, ob er dann auch ein großes Kissen bekommt?! Natürlich! Wir sind zusammen in einen Heimtex-Laden gefahren und haben zusammen etwas passendes ausgesucht. Der Große war so stolz. An der Kasse fragte die Kassiererin: „Na, wer bekommt denn da eine neue Bettdecke?“ Die Antwort kam promt: „ICH! Und auch ein großes Kissen!“

Abends hat er sich überglücklich in sein Bett gekuschelt nicht mal mehr nach seinem vormals so geliebten Schlafsack gefragt. Und noch etwas war neu: er hat zum ersten Mal ohne Windel geschlafen.

Kleine Jungs werden groß.

Ich freue mich mit ihm.

Inhalieren statt Impfen

Gestern hatte unser Sorgenmini erneut einen Termin zum Impfen. Die letzten beiden Termi hab ich schon im Vorfeld aus Krankheitsgründen abgesagt (Erkältung,Durchfall) Jetzt war der Mini schon wieder krank, aber dieses mal wollte ich den termin nicht wieder absagen, sondern nutzen, um mein ständig krankes Kind vorzustellen. Ich war so froh, als ich Anfang der Woche nach 5 Tagen endlich seine Durchfallerkrankung in den Griff bekommen habe. Kaum war es einen Tag besser, war der kleine Mann schon wieder erkältet. Besonders anstrengend für uns alle ist dabei, dass der Mini sich nachts immer vom Abhusten übergeben muss. Der beste Kinderarzt der Welt hat sich unser krankes Baby genau angeschaut und sofort entschieden, dass die Impfung gestrichen ist. Stattdessen muss der Kleine nun inhalieren, da er eine obstruktive Bronchitis hat. Wir kennen das ja leider schon vom Großen. „So ist das, wenn man einen großen Bruder hat, der schon in den Kindergarten geht“ – Ich habe gestern Abend mal über diesen Satz nachgedacht. Es kommt mir tatsächlich so vor, als würden wir alle im ersten Jahr im Kindergarten sein! Denn auch mein Mann und ich sind extrem schlecht durch den milden Winter gekommen. Der Einzige, der wirklich fit war, ist der Große. Aber der hat auch schon im letzten Jahr in der Großtagespflegestelle jede erdenkliche Infektion mitgenommen. Nun hoffe ich, dass der Mini dann wenigstens schon gut für seine Zeit bei der Tagesmutter abgehärtet ist!

Die Sache mit dem eigenen Bett (Teil 2)

Bereits in einem anderen Post hatte ich ja geschrieben, wie der Großer auf einmal nicht mehr in seinem eigenen Bett schlafen wollte. Nach mehreren Monaten in unserem Bett, ist er nun wieder mehr oder weniger in sein Bett gezogen. Manchmalschläft er noch in unseremBett, lässt sich aber dann problemlos rüber tragen und schläft die Nacht dort durch. Morgens erwacht er in seinem Bett für große Jungs und erzählt dort seinen Kuscheltieren, wie er geschlafen hat. Manchmal singt er ihnen auch vor. Neulich hörte ich ihn doch tatsächlich „es schneit, es schneit“ singen. Keine Ahnung, wie er darauf kam. Von Winter sind wir ja nun wirklich weit entfernt!

Meistens versuche ich aber, mich mit dem großen Mann in sein Bett zu legen, ein Buch zu schauen und dann mit ihm zu kuscheln, bis er schläft. Neulich erreignete sich dabei folgendes:

Wir haben gerade das Buch zuende geschaut, da höre ich den Mini aus seinem Zimmer jammern. Ich erkläre dem Großen,dass ich zzum Mini gehen muss,um ihn eine Milch zu geben. Da fällt dem großen NATÜRLICH ein, dasser auch noch etwas trinken möchte. Also bringe ich ihm auch noch schnell etwas, verspreche ihm, später nochmal nach ihm zu schauen und verlasse das Zimmer in der Hoffnung, dass er auch ohne mich schnell einschläft. nachdem ich den Mini gefüttert habe, höre ich nichts mehr vom Großen am anderen Ende des Flures. Ich bin stolz auf ihn und auch auf mich, dass er es endlich wieder geschafft hat, alleine einzuschlafen. Also räume ich auch noch fix die Küche auf und verschwinde im Bad. Danach möchte ich schnell die Tür vom Kinderzimmer schließen, als ich den Großen nochh in seinem Bett sitzen sehe. Er hält sein Getränk noch voll in der Hand und schaut mich mit müden Augen an:

„Mama, ich hab auf dich gewartet“

Nicht das, was ich erwartet hatte, aber trotzdem wunderschön,oder?!

 

7 Monate

mit 7 Monaten

  • ist man 70cm groß und
  • wiegt 8000g
  • hat man endlich einen Zahn
  • kann man sich in alle Richtungen drehen und rollen
  • verzweifelt man am Vierfüßlerstand, übt aber fleißig weiter
  • betet man seinen großen Bruder an
  • braucht man doch kein Babyspielzeug; nur das Kram für große Jungs ist wirklich interessant
  • hat man seine Stimme entdeckt und wird zur Labertasche
  • liebt man Zwieback-Bananen-Brei und hat auch schon mal auf einem Brötchen rumgekaut
  • kann man seine Wasserflasche alleine halten und ist stolz darauf
  • schläft man zu Mamas Leidwesen immer noch schlecht
  • ist man ein richtiges Mamakind! *jubel*